Für den fairen Ausgleich der Interessen von Urhebern und Werknutzern.

Die technische Entwicklung ist rasend schnell.

Der Stellenwert des Urheberrechts für die Gesellschaft hat massiv zugenommen. Kamen früher nur wenige in Kontakt mit urheberrechtlichen Sachverhalten, so ist heute fast jeder aktive Internetnutzer mit Belangen des Urheberrechts konfrontiert.

Und diese Entwicklung ist nicht am Ende. Neue, vorher nicht bedachte Nutzungsmöglichkeiten von Werken werden hinzukommen.

Mit der technischen Durchdringung ändern sich die Verhaltensweisen von Menschen. Was heute noch als Trend für wenige erscheint, kann sich morgen zum etablierten und akzeptierten Verhalten in der Gesellschaft entwickeln.

Es ist dem Gesetzgeber nicht möglich, das Urheberrecht jedem dieser Entwicklungsschritte anzupassen. Hierbei muss das urheberrechtliche Schrankenmodell neu justiert werden.

Um in Streitfragen flexibel auf neue technologische Entwicklungen reagieren zu können, muss das Fair-Use-Prinzip ins Urheberrecht aufgenommen werden. Die Kriterien für “Fair Use” sind so zu definieren, dass Gerichte Entscheidungen treffen können, die der Lebenswirklichkeit entsprechen.

Durch eine allgemein verständliche Formulierung der Fair-Use-Kriterien kann die Verständlichkeit des Urheberrechts gesteigert werden.

Urheber müssen weiterhin leistungsgerecht vergütet werden, aber ein Urheberrecht für das digitale Zeitalter muss auch die berechtigten Interessen der Werknutzer berücksichtigen, um gesellschaftliche Akzeptanz zu erfahren.